Service
druckenDrucken sitemapSitemap KontaktKontakt
Schriftgröße auswählen:
klein| normal| groß

Aktuelles

KKH-Allianz setzt sich für Verordnung von Biosimilars ein

Die Krankenkasse KKH-Allianz ruft Ärzte dazu auf, Biosimilars häufiger zu verschreiben. Vor allem das Wachstumshormon Somatropin verschlinge finanzielle Ressourcen. Mit 4,8 Millionen Euro rangiert es nach Angaben der KKH-Allianz auf dem Spitzenplatz der umsatzstärksten Arzneimittel für Kinder und Jugendliche – bei steigender Tendenz. Biosimilars könnten zu deutlichen finanziellen Entlastungen führen. "Diese biotechnologischen Nachahmer-Arzneistoffe besitzen große strukturelle Ähnlichkeiten mit dem Original und sind genauso auf Wirksamkeit behördlich geprüft, aber rund 20 Prozent günstiger", so Dr. Peter Moormann, Apotheker der Krankenkasse. Ärzten könnten so mithelfen, "ohne Qualitätsverlust Kosten zu sparen". Somatropin wird kleinwüchsigen Kindern verabreicht, um ihnen zu einer normalen Körpergröße zu verhelfen. Die Therapie mit dem Erstherstellerpräparat verschlingt rund 17.500 Euro pro Jahr und Patient.

Die Entscheidung liegt beim Arzt

Künftig wird die Rolle des Arztes beim Thema Biosimilars noch wichtiger. Denn der seit dem 1. Januar 2010 geltende Rahmenvertrag über die Arzneimittelversorgung schließt eine Austauschbarkeit von Biosimilars aus. Dies ist ein grundlegender Unterschied zur sonstigen Apothekenpraxis:

  • Verschreibt der Arzt einen Wirkstoff und kein Präparat, kann der Apotheker auch ein Generikum seiner Wahl, also ein synthetisch hergestelltes Nachahmerpräparat, abgeben, wenn der Arzt die Substitution nicht durch das "Nec Aut Idem-Kreuz" ausgeschlossen hat. Hat die Krankenkasse des Patienten bezüglich dieses Wirkstoffs Rabattverträge mit bestimmten Herstellern abgeschlossen, so muss er das Präparat aus dem Portfolio des jeweiligen Unternehmens nehmen.
  • Bei Biosimilars hingegen sind dem Apotheker nun die Hände gebunden. Nur noch wirkstoffgleiche Biopharmazeutika, die aus der gleichen Produktionslinie stammen, sogenannte "Bioidenticals", sind vom Apotheker substituierbar.

Derzeit wird eine Liste mit austauschfähigen Präparaten erstellt. Verordnet der Arzt von vornherein ein Biosimilar mit konkretem Produktnamen, so nimmt er dem Apotheker nicht nur den komplizierten Zuteilungsprozess ab, sondern sorgt dafür, dass sein Patient eine effektive, effiziente und mit dem Erstanbieterpräparat vergleichbare Therapie bei geringeren Kosten erhält.

Meldung von Nebenwirkungen

Sie sind ...