www.biosimilars-info.deVorteile von Biosimilars
Biopharmazeutika sind ein fester Bestandteil der modernen Medizin. Manche Therapien, etwa in der Onkologie oder Nephrologie, wären ohne sie kaum durchführbar. Aufgrund ihrer aufwendigen Herstellung gehören sie jedoch zu den teuersten Medikamenten überhaupt. Mit 13 Prozent machen sie einen großen Anteil an den Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) aus. Bis 2020 könnte dieser Anteil sogar auf bis zu 21 Prozent steigen. Seit 2006 tragen Biosimilars allerdings dazu bei, das Gesundheitssystem zu entlasten. Denn die von der Europäischen Kommission zugelassenen Nachahmerpräparate sind nicht nur in Wirksamkeit, Qualität und Unbedenklichkeit mit den Referenzprodukten vergleichbar, sondern vor allem um einiges günstiger. Bei manchen Präparaten beläuft sich die Differenz zum Referenzprodukt auf fast 30 Prozent.
Bis zum Jahr 2020 können mit dem Einsatz von Biosimilars laut einer Erhebung des IGES Institut aus dem Jahr 2008 in einem Gesamtzeitraum von 12 Jahren rund 8 Milliarden Euro eingespart werden. Die freiwerdenden Ressourcen wiederum könnten beispielsweise dafür genutzt werden, dass noch mehr Menschen Zugang zu innovativen Therapien erhalten. In Zukunft werden biosimilare monoklonale Antikörper eine wichtige Rolle bei der finanziellen Entlastung des Gesundheitssystems spielen. Diese sind natürlichen Antikörpern nachempfunden und kommen vor allem in der individuellen Krebstherapie häufig zum Einsatz. Die Patente dieser Biopharmazeutika werden ab 2015 ablaufen. Zahlreiche Biosimilars-Hersteller stehen bereits in den Startlöchern, so dass die Krebstherapie in einigen Bereichen bei steigenden Fallzahlen trotzdem finanzierbar bleiben wird.
